Wir über uns - unsere Ziele - unsere Satzung

Der DBSH ist der “Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit." Der DBSH vertritt die gesellschaftsbezogenen und berufspolitischen sowie die arbeits- und tarifrechtlichen Interessen seiner Mitglieder. Über 6.000 Kolleginnen und Kollegen haben sich zusammen geschlossen, um Maßstäbe in der Sozialen Arbeit zu setzen.
Der DBSH arbeitet berufspolitisch, fachspezifisch und gesellschaftsbezogen,
Der DBSH vertritt die arbeits-, tarif- und besoldungsrechtlichen Interessen seiner Mitglieder,
Der DBSH ist weltanschaulich nicht gebunden und überparteilich.

INHALT

Wir über uns

Das will der DBSH

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Selbstverständnis des DBSH

Der DBSH setzt sich im Rahmen der Interessenvertretung insbesondere für folgende Ziele ein:

  • Verbesserung der Bedingungen sozialer Arbeit,
  • fachliche Profilierung und leistungsgerechte Anerkennung der sozialen Berufe
  • Zusammenarbeit aller in sozialen Arbeitsfeldern beschäftigten Fachkräfte

 Ziele und Aufgaben des DBSH können Sie entnehmen:

  1. der Satzung des DBSH
  2. dem Grundsatzprogramm des DBSH
  3. dem  Berufsethische Prinzipien des DBSH
  4. den Qualitätskriterien des DBSH

Das will der DBSH

„Soziale Arbeit steht in einer Wechselbeziehung von aktivem Einfluß auf, und Beeinflussung durch Politik, Gesellschaft und Lebenswelt“, heißt es im Grundsatzprogramm des DBSH. Soziale Arbeit steht im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Interessen und den Interessen von einzelnen Menschen und Gruppen. Beschäftigte erleben diesen Konflikt ständig in der Arbeit. Kürzungen von sozialen Leistungen, schlechter werdende Arbeitsbedingungen auch für uns selbst auf der einen Seite, wachsende Anforderungen und Hilfe-Nachfragen auf der anderen Seite prägen verstärkt unsere Arbeit.
Mit seinen „berufsethischen Prinzipien“, dem „Grundsatzprogramm“ und den „Qualitätskriterien für die Soziale Arbeit“ hat der DBSH wichtige Bausteine entwickelt, um Orientierung und Perspektiven zu vermitteln.

Berufsethische Prinzipien des DBSH

Die „berufsethischen Prinzipien des DBSH“ wurden auf der Basis international geltender „ethischer Prinzipien“ 1997 verabschiedet. Sie begründen die Soziale Arbeit auf universelle Werte, wie sie etwa in dem Katalog der Menschenrechte, in Persönlichkeitsrechten und dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes zum Ausdruck kommen. In der Würde der Person erfährt das Handeln der Mitglieder des DBSH seine unbedingte und allgemeine Orientierung. „In der Solidarität und der strukturellen Gerechtigkeit verpflichten sich die Mitglieder des DBSH auf Werte, die die Einbindung der Person in die Gesellschaft und ihren Schutz in der Gesellschaft sichern“.

Mitglieder des DBSH begegnen jeder Art von Diskriminierung. Sie fördern und unterstützen durch professionelles Handeln das Empowerment der beteiligten Menschen, eigene Lösungen zu finden, Beziehungen aufzubauen und Einstellungen und Fähigkeiten zu entwickeln, um „zur Verbesserung der Welt“ beizutragen.

Sie können ihr Handeln wissenschaftlich begründen, treten für die Verwirklichung der Rechte sozial Benachteiligter ein und gestalten soziale Planung. Sie achten die Privatsphäre, Lebenssituation und Rechte ihrer Klientel. Sie handeln auf der Basis eines Kontraktes.
Mitglieder des DBSH pflegen ein kollegiales Verhalten in der Identifikation mit dem eigenen Berufsstand und arbeiten konstruktiv mit ihren Anstellungs- und Auftraggebern zusammen. Sie achten dabei zugleich auf die Akzeptanz ihrer ethischen Arbeitsgrundlagen und machen die Leistungen ihres Berufsstandes auch in der Öffentlichkeit deutlich.

Grundsatzprogramm des DBSH

Während die Berufsethik die Verpflichtungen der Profession insgesamt aber auch jedes einzelnen beschreiben, gibt unser 1998 verabschiedetes Grundsatzprogramm die Zielsetzungen des DBSH vor. Getragen wird die Arbeit des DBSH von der Vision einer Gesellschaft, „in der die zentralen Werte der Menschenwürde und der sozialen Gerechtigkeit verwirklicht sind“. Der DBSH will eine Gesellschaft in der alle Menschen in ihrer persönlichen Verantwortung das Recht und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung und –bestimmung haben und in der solidarisches Handeln als Zeichen sozialer Verantwortung gegenüber den Schwächeren praktiziert wird.

Zusammenfassend setzt sich der DBSH z.B. ein für:

  • die Verbesserung des Stellenwerts der Profession Soziale Arbeit in der Gesellschaft,
  • gerechtere Partizipation der Zielgruppen Sozialer Arbeit am politischen Handeln, den Gütern und Dienstleistungen der Gesellschaft,
  • die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft,
  • den Erhalt, die Sicherung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Profession Soziale Arbeit,
  • die Sicherung traditioneller Arbeitsfelder und die Entwicklung neuer Aufgabenbereiche,
  • den Erhalt und die Verbesserung der Fachlichkeit der Profession Soziale Arbeit,
  • eine gerechtere Entlohnung der Profession,
  • den Erhalt des Sozialen Friedens in der Bundesrepublik Deutschland,
  • eine stärkere internationale Zusammenarbeit der Profession Soziale Arbeit.

Qualitätskriterien für die Soziale Arbeit

Aus Berufsethik und Grundsatzprogramm heraus hat der DBSH ein Jahr später seine „Qualitätskriterien“ entwickelt. Diese sind als Richtschnur bzw. Grundlage zur Beschreibung professioneller Sozialer Arbeit über die jeweiligen Arbeits- und Berufsfelder hinaus gedacht. Gleichzeitig wurde eine Grundlage geschaffen, um arbeitsfeldspezifische Anforderungen an die Praxis zu entwickeln, um diese bewerten und verbessern zu können.

Auf der sogenannten „Kontextebene“ stellt der DBSH an die Träger Anforderungen zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen und –verfahren. Auf der „Kompetenzebene“ werden Erwartungen an die Beschäftigten formuliert, die sich Aus- und Fortbildung, Selbstverständnis und Reflexion der Praxis beziehen.
Im Bereich „Klientenbezug“ werden die Erwartungen an die Profession beschrieben, auf die sich das Klientel Sozialer Arbeit verlassen können muss.

Damit sind die „Qualitätskriterien für die Soziale Arbeit“, die in Arbeitsfeldbeschreibungen praxisbezogen zu konkretisieren sind, Leitlinie für die Umsetzung auf das professionelle Handeln.

Zusammenfassung

Mit seinen berufsethischen Prinzipien, dem Grundsatzprogramm und den Qualitätskriterien bietet der DBSH wesentliche Grundlagen zur Entwicklung beruflicher Identität, zur Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit und ihrer Wirksamkeit in der Gesellschaft.
Um dies mit Leben zu erfüllen, bedarf es aber vor allem Ihres Engagements - in der beruflichen Praxis, in der Gesellschaft und in unserem Berufsverband.

 

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Leistungsübersicht

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Broschüre: Grundlagen für die Arbeit des DBSH
(enthält internationale Ethik der Sozialen Arbeit, berufsethische Prinzipien des DBSH, Definition Soziale Arbeit, Grundsatzprogramm und Satzung des DBSH, Berufsbild, Erläuterung Schlüsselkompetenzen Soziale Arbeit und Berufsregister, Qualitätskriterien des DBSH, u.v.m.)

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Selbstverständnis des DBSH

Die professionelle Soziale Arbeit hat einen doppelten Auftrag: einerseits die Stützung bestehender Strukturen und Normen der Gesellschaft oder deren Veränderung, andererseits die Begleitung und Hilfe für diejenigen, denen vorhandene gesellschaftliche Widersprüche eine befriedigende Lebensgestaltung nicht möglich machen. Sozialer Arbeit gelingt Kommunikation mit denjenigen Menschen, die von anderen gesellschaftlichen Strukturen nicht mehr erreicht werden.

Im Kontext einer globalisierten wirtschaftlichen Entwicklung haben wir erleben müssen, daß materielle soziale Notlagen und die Gefährdung allgemeiner ökologischer und ökonomischer Grundlagen zunehmen, während sich bestehende Lebenszusammenhänge zwischen Gruppen und Menschen immer weiter ausdifferenzieren. Was für die Einen Chancen beinhaltet, führt für die Anderen zur psychosozialen Ausgrenzung.

Soziale Arbeit kann über die Vermittlung individueller Hilfen hinaus keine materiellen Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit lösen, sie kann aber Selbsthilfe und Empowerment fördern, die (solidarische) Handlungsfähigkeit der angesprochenen Menschen stärken und Gesellschaft und Politik beraten.

Entsprechend vielschichtig ist das Verständnis des DBSH zu den Aufgaben und Kompetenzen Sozialer Arbeit und der in ihr Beschäftigten. Sie sind ExpertInnen in der Vermittlung und dem Angebot von Hilfe und Begleitung für Einzelne, Gruppen und Gemeinwesen, in der Vermittlung zwischen der Lebenswelt der Menschen und dem System gesellschaftlicher Strukturen und Normen, in der Forschung über die wechselseitigen Bezüge zwischen Lebenswelt und System, in der Begleitung der Weiterentwicklung einer sozialen Gesellschaft, in der Ermutigung, Bildung und Aktivierung der jeweils angesprochenen Gruppen.

Mit diesem Selbstverständnis verbindet der DBSH weitergehende Visionen, Ziele und Forderungen. Gute Ausbildung, Chancengleichheit, funktionierende soziale Netzwerke und die Beteiligung und Zufriedenheit der BürgerInnen sind Basis für die Bewahrung der natürlichen Lebensbedingungen, die Entwicklung einer demokratischer Gesellschaft und für wirtschaftliche Produktivität.

Der DBSH sieht die Soziale Arbeit in einer besonderen Verantwortung. Um dieser Verantwortung gerecht werden zu können, fordern wir Handlungsräume, die der hochqualifizierten Ausbildung und der Verantwortung der Beschäftigten entsprechen; eine größere Akzeptanz Sozialer Arbeit in der Politik; eine Verbesserung und Aufwertung von Forschung und Ausbildung an Fachhochschulen und Universitäten; eine Beteiligung des DBSH und der Profession der sozialen Arbeit an der notwendigen Weiterentwicklung des Sozialstaats durch Politik, Verwaltungen und Verbänden; sowie einen größeren Stellenwert Sozialer Arbeit, der ihren tatsächlichen Leistungen und ihrem hohen Ansehen in der Bevölkerung entspricht.

Soziale Arbeit bedarf  der Unterstützung durch Politik und Öffentlichkeit.
Der DBSH bietet seine Fachkompetenz und Aktivität als Beitrag im Ringen um eine
solidarische Gesellschaft an.

Sie sind herzlich eingeladen, unseren Verband und seine Angebote
in Anspruch zu nehmen.

Unsere Anschrift:

DBSH-Bundesgeschäftsstelle
Friedrich-Ebert-Str. 30
45127 Essen

Tel.: 0201/82078-0
Fax: 0201/82078-40
Email:
info@dbsh.de